Kurzgeschichten


4:3 für Gott

„Lieber Herr, wir beten heute zu Dir, weil wir deine Unterstützung brauchen. Vor Dir stehen 49 der besten Cheerleader unseres Staates, die für diesen Abend sehr hart gearbeitet haben. Bitte, hilf uns heute bei diesem wichtigen Spiel unser Bestes zu geben und keine Fehler zu machen! Bitte hilf auch unserer Football-Mannschaft, dass Sie heute wieder gewinnt. Amen!“

Gebet erhört.

„Lieber Gott, bitte lass mich zu Weihnachten Rollschuhe bekommen, egal von wem! Danke! Amen!“

Gebet nicht erhört.

„Lieber Gott, wenn es Dich gibt, bitte, bitte lass mein Flugzeug nicht abstürzen! Lass uns sicher auf heimischem Boden landen, und ich verspreche Dir, ich werde ab jetzt an dich glauben! Amen“

Gebet erhört.... lesen Sie mehr >>

Des Glückes Schmiede

Als Friedrich an diesem nebligen Montag Morgen im Oktober aus dem Haus ging, ahnte er noch nichts von den ungeheuerlichen, haarsträubenden Vorfällen, die sich bald in seinem Leben ereignen sollten. Ganz im Gegenteil, er dachte eigentlich, er hätte schon genug Sorgen. Nicht nur seine Frau war im Begriff, ihn zu verlassen, auch die Geliebte war schon fast abgesprungen. Beide Frauen wollten nur das eine: ein Ultimatum – sie oder ich. Aber Friedrich, seines Zeichens eine typische unentschlossene Waage, wollte das genaue Gegenteil: er wollte, dass beide blieben.

Aber eigentlich fängt unsere Geschichte schon viel früher an: In einem riesigen Bürogebäude, so weit weg von unserer Welt, wie es dauert zu Fuß von Alaska ostwärts nach Neuseeland zu gelangen, irgendwo zwischen den sieben Bergen und Alices Wunderland, aber definitiv nicht über den Wolken, wie die dummen Menschen, die es nicht besser wissen, es sich immer denken, klingelte das Telefon.
„Schutzengelbüro Friedrich“ meldete sich eine große, beleibte, glatzköpfige Gestalt mit tiefer Bassstimme. Danach war im Büro kurze Stille und später hörte man ihn wieder sagen:

„hmm“
„aha“
„ich verstehe,“ dann wieder Stille. .... lesen Sie mehr >>


Helden

I. und J. kamen aus geordneten Verhältnissen. Ihre Väter waren Offiziere, Helden, Vorbilder. Als Kinder waren I. und J. unheimlich stolz auf ihre Väter. Denn wenn sie weg waren, waren sie nicht einfach weg, wie andere Väter es waren, nein, sie waren stets im Dienst, die Familie, I. und J., ihre Schulkameraden und das ganze Land zu verteidigen. I. und J. beteten dann immer inständig für ihre Väter, dass es ihnen gut gehen möge und Gott sie beschützen solle. Und wenn sie heimkehrten, war die Freude groß. Wie echte Helden kamen sie in ihren Uniformen zurück ins Haus, die Mütter weinten vor Glück und die Jungs strahlten vor Stolz und hörten mit großen Augen von den Heldentaten der Väter, die sie am nächsten Tag ihren Freunden berichteten.
Doch eines Tages kamen ihre Väter nicht zurück.

Wieder einmal hatte der böse, mächtige Feind die Werte und den Glauben der ganzen Nation angegriffen, und ohne zu zögern zogen die Väter mutig in den Krieg, um alles woran sie glaubten und alles was dem Vaterland und der Zukunft von I. und J. wichtig war zu verteidigen.... lesen Sie mehr >>


Positive Thinking- eine Familiensaga

Happy Holiday 1997

Liebe Freunde und Verwandte,

es ist kaum zu glauben, dass wieder ein Jahr vorbei ist!
Dieses Jahr sind wir besonders glücklich, weil wir kurz nach Thanksgiving erfahren haben, dass Mick ins Wiener Konservatorium aufgenommen wurde. Wien ist eines der wundervollen Ziele, die wir auf unserer Europareise, deren Fotos ihr hinten seht, diesen Herbst besucht haben. Das europäische Flair dieser Stadt, die überall an Mozart erinnert, hat uns alle überwältigt. Ferner besuchten wir auch Paris, Barcelona, Rom und München mit seinem bezaubernd traditionellen Oktoberfest, auf dem wir Micks neunzehnten Geburtstag feierten.

Greg studiert seit September Jura in Harvard. Er muss viel lernen, trotzdem hat er Zeit gehabt, sich mit der wunderbaren und hübschen 23-jährigen Leslie Woodson zu verloben. Die Hochzeit findet nächsten Sommer statt und ihr seid schon mal alle eingeladen.... lesen Sie mehr >>